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    Hinten über gefallen: Ein Dagegen für die Falschen

    Von MS | 26.Februar 2011

    Die BILD fragt über ihre Agentur bei “Wir sind Helden” an und steckt eine saftige Absage ein. Wohl formuliert von der Frontfrau Judith Holofernes, knackig und schön zu lesen. Leider bringt das ähnlich viel wie der BILDblog, denn es erreicht die Falschen.

    Die BILD wird sich nicht ändern! Das mag traurig klingen, scheint aber mit höchster Wahrscheinlichkeit die Zukunft zu sein. Natürlich ist es sinnvoll, dass Judith Holofernes der Anfrage eine klare Absage erteilt. Es ist auch ebenso sinnvoll das öffentlich zu tun und noch Einen oben drauf zu setzen ist vollkommen richtig (Das tut die BILD auch allzu gerne). Es erreicht aber schließlich nicht die, die es nötig hätten: Die BILD-Leser, denen der nötige Abstand zum Inhalt fehlt. Die BILD-Leserschaft unterteilt sich in zwei Gruppen: Der Normale und der Leser mit kritischem Abstand. Letzterer holt sich die BILD gelegentlich bis nie, verbringt aber hin und wieder ein paar Minuten auf der Webseite. Außerdem kennt man ja die BILD.

    Und nun stelle man sich vor, wie der normale BILD-Leser am Montag in der Mittagspause die anwesenden Kollegen auf das Statement von Judith Holofernes anspricht. Unwahrscheinlich! Genauso unwahrscheinlich ist es, dass die Super-Absage in andere Medien überschwappt und wirklich Aufsehen erregt. Viel eher interessiert es mich, ob die BILD mal was über die Helden bringt.

    Aber Einer hat seinen Job wirklich schlecht gemacht. Gerade Frau Holofernes sollte als bekannte BILD-Gegnerin eigentlich unmittelbar als “Werbeträgerin” ausfallen. Dabei liefert sie auch glatt einen dezenten Hinweis, dass sie fabulös gegen besagtes Blatt formulieren kann. Und wem es nicht genug ist, der findet vielleicht ein paar Ausschnitte aus Talkshows, in denen die Mutter Holofernes sich vehement dagegen wehrt als “Supermutter” dargestellt zu werden (Sie verweist einfach und ehrlich auf ihre doch etwas privilegierte Situation). Entweder scheinen den Jungs von Matt (die übrigens sonst sehr gute Werbung produzieren), die vermeintlichen Stars (neben Veronica Ferres, Thomas Gottschalk, Philipp Lahm, Richard von Weizsäcker) auszugehen, oder bei der Hamburger Agentur hat schlicht und ergreifend jemand nicht lang genug nachgedacht und/oder grottig recherchiert.

    Im Endeffekt haben die BILD und die Helden sogar gewonnen. Die Helden stärken ihr Image, die BILD sammelt munter Klicks. Heute hat sicher so manch einer (wie ich) geschaut, ob schon zurückgeschossen wurde. Die Helden haben jetzt sogar eine “Unser Server war down”-Geschichte (Stand 25.02, 19 und 0 Uhr), die immer wieder für einen netten Witz im Tourbus gut sein wird. Ende gut, fast Alles gut. Nur in Hamburg bekommt vielleicht bald jemand was zu hören.

    PS: Leider war hier in den letzten Wochen und Monaten nicht viel los. Das lag nicht nur am Hauptberuf, sondern an zwei Webseiten (Lampentroll und Förderverein (noch mit Ecken und Kanten)) die ich gebaut oder im ReDesign begleitet habe.

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