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    Kommentar zum iPad

    Von MS | 2.April 2010

    Morgen erscheint das Apple iPad in den USA. UPS liefert extra am Wochenende aus. Mit Zeltstädten vor den Apple-Stores ist zu rechnen. Es gibt schon unzählige Parodien auf das neue Gerät und noch mehr Diskussionen, ob man das Teil braucht oder nicht (bevor es überhaupt erhältlich ist!). Einige Aspekte kommen in den Diskussionen und Berichten deutlich zu kurz. Deshalb dieser Kommentar, der sich hoffentlich etwas von der sonstigen Diskussion abhebt:

    Zunächst einmal ist es interessant, wie das iPad “aufgenommen” wurde und wer darüber diskutiert. All die Technik-Freaks und Fans sind nicht Zielgruppe des iPads. Auf den Websiten der NY-Times gibt es zwei Erfahrungsberichte, einen für besagte Fans, einen für den durchschnittlichen Anwender. Die Fans und Freaks stören sich natürlich an der Hard- und Software:

    Meine Einschätzung zur Hardware: Egal! Die erste Generation ist bewusst nicht mit diesen Features bedacht worden um die zweite Generation des iPads damit auszustatten. Klingt doof, ist aber so. Diese Features braucht die eigentliche Zielgruppe nicht, bzw. merkt nicht, dass sie fehlen.

    Das iPad ist nicht mehr und nicht weniger als eine (potenzielle) Revolution der digitalen Medien, vielleicht der Anfang vom Ende der sagenumwobenen Printkrise. Aber langsam: Die Zielgruppe sind, wie bereits gesagt, keineswegs technikbegeistert, sondern Menschen, denen Computer und Note-/Netbooks zu kompliziert scheinen, für die Technik einfach funktionieren soll. Für die ist sicher auch der günstige Preis gedacht (Apple macht den Reibach später mit Apps und Büchern). Jeder dieser Anwender (meist 40+, wenig Erfahrung mit Computern, große Schnittmenge mit den sog. “digital immigrants”), den ich “testete” kam auf Anhieb mit meinem iPhone zurecht. Nun geht Apple einen Schritt weiter. Das iPad soll dem Otto-Normal-Anwender die Möglichkeit geben möglichst einfach E-Mails zu lesen, Bilder zu betrachten und im Internet zu surfen. Dazu kommen noch nette Extras wie Videos und Bücher. Apple spricht nicht umsonst von einem Gerät einer neuen Kategorie und mit dem iBook-Store versucht Apple das Prinzip iTunes auf die Bücherwelt zu übertragen. Wird das iPad ein ähnlicher Erfolg wie iPhone oder iPod bezüglich der Abverkaufszahlen kann das sehr gut funktionieren.

    Außerdem bietet Apple mit den iPad und dem App-Store Inhaltsproduzenten wie Verlagen von Zeitschriften, Magazinen etc. eine neue Möglichkeit Geld einzunehmen. (Im Vergleich zu digitalen Inhalten) kompliziert zu produzierende Tageszeitung können durch Geräte wie das iPad abgelöst werden. Wenn die Verlage nicht spontan rebellieren würden, sondern eine Chance darin sähen, wäre viel getan! Bisher wurden Inhalten auf die eigene Website gestellt, die sich mehr schlecht als recht durch Werbung auf dieser finanzierte. Mit dem App-Store auf dem iPad zahlt der Kunde beim Kauf der Anwendung. Kombiniert man dieses Erlösmodell mit einem Abo, haben beide Seiten gewonnen: Der Anwender erhält die gewünschten und gewohnten Inhalte perfekt aufbereitet für das iPad, angereichert mit eingebetteten Videos, Bildern etc. und ohne Werbung, nur einen Fingertipp entfernt. Der Anbieter hat eine verlässliche Einnahmequelle und kann seinen Inhalt einfach kontrollieren. Wenn das Abo des Nutzers ausläuft gibt es keine Inhalte mehr, außer er zahlt. Es würde mich nicht verwundern, wenn Inhalte im Internet bewusst zurück gehalten werden, um sie den Konsumenten per App anzubieten, für Geld. Das macht die BILD heute schon: Wer mit dem iPhone die Website ansurft, sieht Nichts. Wer was lesen will, muss die BILD-App kaufen. Es gibt noch eine Möglichkeit die Anwender in den App-Store zum Bezahlen zu führen: Das iPad kann kein Flash. Inhalte, die per Flash angeboten werden, kann der iPad-Anwender nicht sehen, muss im App-Store also dafür zahlen. Wahrscheinlich hat Apple nicht ohne Hintergedanken das Label “iPad ready” entwickelt.

    Andere Hersteller versuchen seit dem Erfolg der iPhone/App-Store Kombination dem nachzueifern, hinken aber hinterher. Grund hierfür: Apple macht alles aus einer Hand (vgl. mit Microsoft). Hard- und Software werden im eigenen Konzern entwickelt, der Vertriebsprozess der Programme wird von Apple kontrolliert, wer iPad oder iPhone besitzt kann nur das installieren, was Apple erlaubt. Das macht die Systeme stabil, aber auch eingeschränkt (Stichwort: Multitasking). Wer nicht mitmachen will, hat Pech. Das stört die Zielgruppe 40+ nicht, aber Apple und die Content-Produzenten freut es. Auf der Couch im Internet surfen, Mails an die Enkel schreiben, Sudoku spielen geht einfach, schnell und unkompliziert. Wofür braucht man dann noch eine Tageszeitung?

    Das iPad hat also das Potenzial den Markt umzukrempeln, wie sie es iPod und iPhone getan haben. Unter anderem deshalb wird die Entwicklung des Gerätes und die Verkaufszahlen sehr spannend. Wer vorwerfen möchte, das sei zu übertrieben gedacht, dem möchte ich das Ende der iPad-Keynote nahelegen, auf der Steve Jobs deutlich gemacht, welches Potenzial Apple hat: 125 Millionen registrierte Accounts mit hinterlegter Kreditkartennummer, 12 Milliarden “Produkte” wurden bereits per App-Store oder iTunes verkauft. Sicher nicht ausschließlich potenzielle iPad-Käufer, aber immerhin eine sehr, sehr gute Grundlage. Erschließt sich Apple wirklich eine neue Zielgruppe mit dem iPad dürften diese Zahlen noch weiter stark ansteigen.

    Zunächst einmal ist es interessant, wie das iPad “aufgenommen” wurde und wer darüber diskutiert. All die Technik-Freaks und Fans sind nicht Zielgruppe des iPads. Auf den Websiten der NY-Times gibt es zwei Erfahrungsberichte, einen für besagte Fans, einen für den durchschnittlichen Anwender. Die Fans und Freaks stören sich natürlich an der Hard- und Software:

    Meine Einschätzung zur Hardware: Egal! Die erste Generation ist bewusst nicht mit diesen Features bedacht worden um die zweite Generation des iPads damit auszustatten. Klingt doof, ist aber so. Diese Features braucht die eigentliche Zielgruppe nicht, bzw. merkt nicht, dass sie fehlen.

    Das iPad ist nicht mehr und nicht weniger als eine (potenzielle) Revolution der digitalen Medien, vielleicht der Anfang vom Ende der sagenumwobenen Printkrise. Aber langsam: Die Zielgruppe sind, wie bereits gesagt, keineswegs technikbegeistert, sondern Menschen, denen Computer und Note-/Netbooks zu kompliziert scheinen, für die Technik einfach funktionieren soll. Für die ist sicher auch der günstige Preis gedacht (Apple macht den Reibach später mit Apps und Büchern). Jeder dieser Anwender (meist 40+, wenig Erfahrung mit Computern, große Schnittmenge mit den sog. “digital immigrants”), den ich “testete” kam auf Anhieb mit meinem iPhone zurecht. Nun geht Apple einen Schritt weiter. Das iPad soll dem Otto-Normal-Anwender die Möglichkeit geben möglichst einfach E-Mails zu lesen, Bilder zu betrachten und im Internet zu surfen. Dazu kommen noch nette Extras wie Videos und Bücher. Apple spricht nicht umsonst von einem Gerät einer neuen Kategorie und mit dem iBook-Store versucht Apple das Prinzip iTunes auf die Bücherwelt zu übertragen. Wird das iPad ein ähnlicher Erfolg wie iPhone oder iPod bezüglich der Abverkaufszahlen kann das sehr gut funktionieren.

    Außerdem bietet Apple mit den iPad und dem App-Store Inhaltsproduzenten wie Verlagen von Zeitschriften, Magazinen etc. eine neue Möglichkeit Geld einzunehmen. (Im Vergleich zu digitalen Inhalten) kompliziert zu produzierende Tageszeitung können durch Geräte wie das iPad abgelöst werden. Wenn die Verlage nicht spontan rebellieren würden, sondern eine Chance darin sähen, wäre viel getan! Bisher wurden Inhalten auf die eigene Website gestellt, die sich mehr schlecht als recht durch Werbung auf dieser finanzierte. Mit dem App-Store auf dem iPad zahlt der Kunde beim Kauf der Anwendung. Kombiniert man dieses Erlösmodell mit einem Abo, haben beide Seiten gewonnen: Der Anwender erhält die gewünschten und gewohnten Inhalte perfekt aufbereitet für das iPad, angereichert mit eingebetteten Videos, Bildern etc. und ohne Werbung, nur einen Fingertipp entfernt. Der Anbieter hat eine verlässliche Einnahmequelle und kann seinen Inhalt einfach kontrollieren. Wenn das Abo des Nutzers ausläuft gibt es keine Inhalte mehr, außer er zahlt. Es würde mich nicht verwundern, wenn Inhalte im Internet bewusst zurück gehalten werden, um sie den Konsumenten per App anzubieten, für Geld. Das macht die BILD heute schon: Wer mit dem iPhone die Website ansurft, sieht Nichts. Wer was lesen will, muss die BILD-App kaufen. Es gibt noch eine Möglichkeit die Anwender in den App-Store zum Bezahlen zu führen: Das iPad kann kein Flash. Inhalte, die per Flash angeboten werden, kann der iPad-Anwender nicht sehen, muss im App-Store also dafür zahlen. Wahrscheinlich hat Apple nicht ohne Hintergedanken das Label “iPad ready” entwickelt.

    Andere Hersteller versuchen seit dem Erfolg der iPhone/App-Store Kombination dem nachzueifern, hinken aber hinterher. Grund hierfür: Apple macht alles aus einer Hand (vgl. mit Microsoft). Hard- und Software werden im eigenen Konzern entwickelt, der Vertriebsprozess der Programme wird von Apple kontrolliert, wer iPad oder iPhone besitzt kann nur das installieren, was Apple erlaubt. Das macht die Systeme stabil, aber auch eingeschränkt (Stichwort: Multitasking). Wer nicht mitmachen will, hat Pech. Das stört die Zielgruppe 40+ nicht, aber Apple und die Content-Produzenten freut es. Auf der Couch im Internet surfen, Mails an die Enkel schreiben, Sudoku spielen geht einfach, schnell und unkompliziert. Wofür braucht man dann noch eine Tageszeitung?

    Das iPad hat also das Potenzial den Markt umzukrempeln, wie Apple es mit iPod und iPhone getan hat. Unter anderem deshalb wird die Entwicklung des Gerätes und die Verkaufszahlen sehr spannend. Wer entgegen hält, das sei zu übertrieben gedacht, dem möchte ich das Ende der iPad-Keynote nahelegen, auf der Steve Jobs deutlich gemacht, welches Potenzial Apple hat: 125 Millionen registrierte Accounts mit hinterlegter Kreditkartennummer, 12 Milliarden “Produkte” wurden bereits per App-Store oder iTunes verkauft. Sicher nicht ausschließlich potenzielle iPad-Käufer, aber immerhin eine sehr, sehr gute Grundlage. Erschließt sich Apple wirklich eine neue Zielgruppe mit dem iPad dürften diese Zahlen noch weiter stark ansteigen.

    Topics: Kommentar | 4 Kommentare »

    4 Kommentare to “Kommentar zum iPad”

    1. ron perlman meint:
      2.April 2010 at 19:47

      hallo!

      leider ist dein kommentar ziemlich belanglos und eher unprofessionell formuliert.
      gib dir mitte mehr mühe.

      ron

      (soll kein angriff sein!)

    2. siebnmalsieben meint:
      2.April 2010 at 19:50

      Bitte nochmal korrekturlesen. Voll von Syntax und R.S Fehlern. Siehe z.B “wie sie es iPod und iPhone getan haben.” (letzter Absatz, 1.Satz)

      Ansonsten schließe ich mich (leider) meinem Vor-poster an.

    3. MS meint:
      2.April 2010 at 20:20

      Danke für die Kommentare! Beim Lesen war ich selbst von so manchem Fehler überrascht, trotz abschließender Korrektur. Ich werde versuchen, einen 4-Augen Prozess zu etablieren. Bzgl. der Belanglosigket bin ich gerne für Hinweise dankbar, die den Zusammenhang mit der neuen Zielgruppe und App/Bookstore betrachten!

    4. ah.te! meint:
      3.April 2010 at 14:38

      BESCHWERDE BESCHWERDE BESCHWERDE… bin ich betrunken oder wird der Text doppelt angezeigt? xD Wenn du diesen Fehler behebst, ist zumindest mein Leben wieder schön ;)

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